geprint van http://www.ahrweiler.city-map.de/city/db/140215000002/20531
Dann sind alle Kreis-Schulen gebaut
An der Levana-Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler, einer von fünf Förderschulen
in Trägerschaft des Kreises Ahrweiler, sind umfangreiche Bauarbeiten
angelaufen.
Der Kreis plant dort drei Einzelprojekte für insgesamt 4,7 Millionen Euro.
Es handelt sich um das letzte Großbauvorhaben aus dem Schulbauprogramm des
Kreises.
Landrat Dr. Jürgen Pföhler zieht Bilanz: Mit der weitgehend abgeschlossenen
Erweiterung des Are-Gymnasiums für den Ganztagsunterricht einschließlich
neuer Mensa und den laufenden Levana-Maßnahmen finde das große
Schulbauprogramm des Kreises Ahrweiler den Abschluss. Dieses
Schulbauprogramm habe über rund zehn Jahre die breite Zustimmung der
politischen Kreisgremien erfahren. "Wir sind kurz vor dem Ziel. 2011 haben
wir es geschafft. Dann sind alle Kreis-Schulen gebaut." Seit 2000 seien mehr
als 50 Millionen Euro in die Gebäude der elf kreiseigenen Schulen geflossen,
so der Landrat weiter. Dies sei, vor allem angesichts der immer dramatischer
werdenden Finanzlage des Kreises Ahrweiler, "ein enormer Kraftakt".
Zur Levana-Schule. Der Zeitplan steht: Die Arbeiten für das neue
Erweiterungsgebäude, erstens, sind im Gange und werden im kommenden Sommer
abgeschlossen. Die energetische Sanierung, zweitens, startet in diesem Jahr
und soll 2011 fertig sein. Und das Bewegungsbad als drittes Einzelvorhaben
wird 2011 in Angriff genommen. Bei einer Baustellenbesichtigung mit
Schulleiter Gerd Jung und Architekt Manfred Dünker informierte sich Landrat
Pföhler über den Baufortschritt.
Das Levana-Erweiterungsgebäude: Bisher bietet die Schule den
"Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung" an; dort werden derzeit rund
80 Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung betreut und
unterrichtet. Ab dem Schuljahr
2010/2011 kommt der "Förderschwerpunkt motorische Entwicklung" hinzu, der
sich an körperlich und geistig behinderte Schüler richtet. Für diesen neuen
Schulzweig baut der Kreis das neue Haus.
In diesem Erweiterungsgebäude entstehen 366 Quadratmeter Nutzfläche mit
folgendem Raumprogramm: drei Klassenräume, drei Kursräume, je ein Raum für
Therapie, Lehrmittel, Krankengymnastik, Geräte und Pflege, ferner zwei
Abstellräume sowie zwei Toiletten und ein Behinderten-WC. Kosten: knapp 1,2
Millionen Euro.
Die energetische Levana-Sanierung. Der Anfang der 1970er Jahre errichtete
Gebäudekomplex entspricht nach Angaben der Kreisverwaltung trotz
angemessener Bauunterhaltung nicht mehr den heutigen Standards zum
Energiesparen. Abhilfe schaffte bereits die neue Holzhackschnitzelheizung,
die durch den Nahwärmeverbund an die benachbarte städtische
Erich-Kästner-Schule angeschlossen ist.
Für 2,2 Millionen Euro sind im Wesentlichen wärmedämmende Fenster und
Außentüren, die Dachsanierung sowie die Dämmung von Außenwänden und Keller
vorgesehen. Zugleich saniert der Kreis Ahrweiler die Don-Bosco-Schule, die
mit der Levana-Schule einen Gebäudekomplex bildet. Weitere Maßnahmen
außerhalb der energetischen Sanierung sind die Pausenhofüberdachung an der
Levana- und der überdachte Verbindungsgang zwischen der Levana- und der
Bosco-Schule (200.000 Euro). Der überdachte Pausenhof ermöglicht es vor
allem den schwerstbehinderten Schülern, sich auch bei schlechtem Wetter im
Freien aufzuhalten.
Das Bewegungsbad. Das vorhandene Bad wurde Anfang der 90er Jahre wegen
Undichtigkeiten außer Betrieb genommen. Seither nutzen die Levana-Schüler
das städtische Schwimmbad TWIN. Mit Blick auf die Einrichtung des
motorischen Schulzweigs und der damit einhergehenden Schulerweiterung wird
das Levana-Bad reaktiviert. Das Raumprogramm einer Schule zur Aufnahme von
mehrfachbehinderten Schülern sieht ein solches Bewegungsbad vor. Kosten: 1,1
Millionen Euro.
