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Ich geh zur U: Fünf Kindergärten gehen weiter
Die Aktion "Ich geh´ zur U! Und Du?", die Kindergesundheit und Kinderschutz
noch stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken soll, läuft im Kreis Ahrweiler
weiter. Im vergangenen Jahr hatten sich rund 30 Kindertagesstätten an der
Kampagne beteiligt. Jetzt zeigen fünf Einrichtungen Interesse an einer
Neuauflage des Projekts und rollen die Aktion nochmals auf.
Es handelt sich um folgende Einrichtungen: den Katholischen Kindergarten St.
Antonius in Oberzissen, den kommunalen Kindergarten Flohkiste in Königsfeld,
den Gemeindekindergarten Berg-Freisheim, den Evangelischen Kindergarten Bad Neuenahr und den Katholischen Kindergarten St. Pius in Ahrweiler. Die Aktion läuft seit 1. März und bis 31. Juli 2010 und ist in das Gesamtkonzept des
Kreis-Jugendamts zum Thema Kinderschutz eingebettet.
Im Slogan "Ich geh´ zur U! Und Du?" steckt eine Aussage und eine als Frage
gestellte Aufforderung. Zentrale Zielgruppe sind die Eltern: Sie sollen die
Wichtigkeit der Früherkennungsuntersuchungen einsehen und dazu motiviert werden,
diese mit ihren Kindern freiwillig in Anspruch zu nehmen. Zentrales
Bindeglied zwischen dem Kreis und den Eltern sind die Kindertagesstätten. Sie wiederum sollen die Eltern ansprechen: bei den täglichen Kontakten, besser noch durch Elternbriefe oder Info-Abende. Dafür steht den teilnehmenden Kitas
hinreichend Info-Material für Eltern zur Verfügung.
Die Früherkennungsuntersuchungen spielen eine zentrale Rolle im
"Landesgesetz zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit in Rheinland-Pfalz", kurz Kinderschutzgesetz, das im März 2008 in Kraft trat. Bundesweit hält die
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln die Fäden für
die U-Aktion in der Hand.
Die nach Altersstufen gestaffelten insgesamt zehn U-Untersuchungen dienen
unter anderem dazu, Entwicklungsstörungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen von Kindern frühzeitig zu diagnostizieren. Bleiben beispielsweise Hör- und Sehstörungen unerkannt und somit unbehandelt, erschwert dies die Teilnahme der Kinder am gesellschaftlichen Leben und speziell am Schulunterricht. Die Teilnahme an den U-Untersuchungen sinkt nach Angaben der BZgA mit zunehmendem
Alter der Kinder, nämlich ab dem zweiten Lebensjahr bis zum Vorschulalter.
Das müsse sich ändern, fordern Fachleute.
Infos gibt es hier:
• Kreisverwaltung Ahrweiler, Sabrina Küster, Ruf 02641/975-337,
Sabrina.Kuester@aw-online.de;
•Internet: www.ich-geh-zur-u.de.
